Samstag, 10. Juli 2021 - 23:48 Uhr

03.12.2019: Postulat «Unfallstatistik für Kleinfahrzeuge mit Elektroantrieb»

Titel: Unfallstatistik für Kleinfahrzeuge mit Elektroantrieb

Art des Vorstosses: Postulat

Sprecher: Casimir von Arx

Weiter Urheber:innen (1): Andrea Zryd (SP)

Status der Bearbeitung & version française: siehe Website des Grossen Rates (falls dieser Direktlink nicht mehr funktioniert, bitte direkt auf der Seite des Grossen Rates unter www.gr.be.ch suchen; der Vorstoss trägt in der Systematik des Grossen Rates die Geschäftsnummer «2019.RRGR.369»)


Antrag

Der Regierungsrat wird beauftragt,

  1. zu prüfen, wie die Verkehrsunfallstatistik erweitert werden kann, so dass Aussagen über die Unfallträchtigkeit von Kleinfahrzeugen mit Elektroantrieb möglich werden,

  2. bei Bedarf die Schaffung von in Bundeskompetenz liegenden dafür nötigen Voraussetzungen zu beantragen.


Begründung

Die Etablierung der Elektromobilität schreitet voran, nicht nur bei Bussen, Autos, Töffli und Velos, sondern auch im Bereich der Kleinfahrzeuge. In jüngerer Vergangenheit wurden verschiedene Kleinfahrzeuge mit Elektromotor (sog. E-fäG, elektrische fahrzeugähnliche Geräte) verfügbar, beispielsweise E-Trottinetts, E-Skateboards, Hoverboards, Segways oder Solowheels. Manche werden auch mittels Verleihsystemen angeboten und daher rege genutzt.

So erfreulich die Verbreitung der Elektromobilität ist, bringen gerade Elektro-Kleinfahrzeuge neue Unfallgefahr mit sich. Die Unfallgefahr betrifft die Benutzerinnen und Benutzer der Elektro-Kleinfahrzeuge selbst. Betroffen sind aber auch Fussgängerinnen und Fussgänger, unter anderem, weil Elektro-Kleinfahrzeuge, teils verbotenerweise, auch auf Trottoirs gefahren werden.

Die Datenlage zu Verkehrsunfällen mit Elektro-Kleinfahrzeugen ist heute leider mangelhaft, weil sie in der Verkehrsunfallstatistik nicht gesondert ausgewiesen und auch im Unfallaufnahmeprotokoll häufig unter «andere motorisierte Fahrzeuge» subsumiert werden.

Der Regierungsrat wird daher beauftragt, zu prüfen, wie diesem Missstand Abhilfe geschaffen werden kann, so dass Aussagen über Verkehrsunfälle mit den verschiedenen Elektro-Kleinfahrzeug-Typen gemacht werden können. Sollten dafür Vorarbeiten nötig sein, die in der Kompetenz des Bundes liegen (zum Beispiel die Anpassung der Struktur des Unfallaufnahmeprotokolls), soll der Regierungsrat bei der zuständigen Bundesbehörde diese Vorarbeiten beantragen.

Die technische Entwicklung geht weiter und dürfte zur Einführung weiterer neuer Fahrzeugarten führen. Deswegen ist auch zu wünschen, dass neue Fahrzeugtypen künftig generell schneller in der Verkehrsunfallstatistik berücksichtigt werden.

Gelesen 362 mal Letzte Änderung am Sonntag, 6. März 2022 - 18:48 Uhr

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