Montag, 27. Dezember 2021 - 19:53 Uhr

29.11.2021: Anfrage «Was tut der Kanton, um die Spitäler bei der Bereitstellung hoher Impfkapazitäten zu unterstützen?»

Titel: Was tut der Kanton, um die Spitäler bei der Bereitstellung hoher Impfkapazitäten zu unterstützen?

Art des Vorstosses: Einzelanfrage

Sprecher: Casimir von Arx

Weiter Urheber:innen:

Status der Bearbeitung & version française: siehe Website des Grossen Rates (falls dieser Direktlink nicht mehr funktioniert, bitte direkt auf der Seite des Grossen Rates unter www.gr.be.ch suchen; der Vorstoss trägt in der Systematik des Grossen Rates die Geschäftsnummer «2021.STA.1303»)


Alle grossen Impfzentren im Kanton Bern werden im Auftrag des Kantons durch Spitäler betrieben. Der Betrieb eines Impfzentrums bindet erhebliche Ressourcen: Er umfasst, nebst medizinischen Aufgaben, bedeutenden organisatorischen Aufwand (Personalmanagement, Materialmanagement, Informatik etc.). Impfzentren sind gewissermassen kleine oder mittlere Betriebe, die ohne Weiteres eine dreistellige Anzahl Mitarbeitende beschäftigen können.

Viele der genannten Aufgaben erfordern kein medizinisches Personal. Eine Unterstützung der Spitäler durch den Kanton erscheint daher möglich – und auch wünschenswert, um die Impfkapazitäten zwecks Durchführung der Booster-Impfungen schnell zu erhöhen.

Dass die Impfkapazitäten nun vielerorts wieder hochgefahren werden müssen, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass der Regierungsrat Mitte Jahr Spitäler dazu aufrief, ihre spitalexternen Impfzentren per Ende September zu schliessen und das Impfen in die bestehenden Spitalstrukturen zu integrieren. (Dieser Reorganisationsprozess erforderte erneut viel Arbeit.) An diesem Aufruf hielt der Regierungsrat offenbar noch im August fest, als die Fallzahlen bereits wieder stiegen.

Im Ergebnis sind die Impfkapazitäten im Kanton Bern nun tiefer, als sie bei einer weitsichtigeren Planung hätten sein können. Die Durchführung aller gewünschten Booster-Impfungen wird sich daher voraussichtlich lange hinziehen. Hätten alle Spitäler die kantonalen Anweisungen zum Abbau ihrer Impfkapazitäten befolgt, würde es noch länger dauern.

Der Regierungsrat wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:

  1. Ist es zutreffend, dass der Regierungsrat im Spätsommer, als andere Länder schon mit der Booster-Impfung begonnen hatten, diese erst für Februar 2022 erwartete?

  2. Warum wurden während der nationalen Impfwoche, während der die Kapazitäten nicht ausgeschöpft waren, keine Booster-Impfungen subsidiär zugelassen?

  3. Welche Möglichkeiten sieht der Regierungsrat, um die Spitäler beim Betrieb der Impfzentren zu unterstützen, so dass die Kapazitäten schneller gesteigert werden können?
Gelesen 36 mal Letzte Änderung am Dienstag, 28. Dezember 2021 - 14:59 Uhr

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