Dienstag, 23. Oktober 2018

Titel: Erhöhung des Pro-Kopf-Beitrags für Kinder- und Jugendvereine

Art des Vorstosses: Überfraktionelle Motion (Mitte-Fraktion (glp, EVP, CVP), Grüne Fraktion)

Vorstoss eingereicht am: 21. August 2017

Erstunterzeichner: Casimir von Arx

Weitere Unterzeichnende (17): Barbara Thür (glp), Toni Eder (CVP), Bernhard Zaugg (EVP), Hansueli Pestalozzi (Grüne), Elena Ackermann (Junge Grüne), Iris Widmer (Grüne), Ruedi Lüthi (SP), Markus Willi (SP), Annemarie Berlinger (SP), Cathrine Liechti (Juso), Bruno Schmucki (SP), Christian Roth (SP), Astrid Nusch (SP), Beat Biedermann (BDP), Mathias Rickli (Grüne), Bruno Ineichen (BDP), Hansueli Kropf (BDP)

Status (04.12.2017): Das Parlament hat die Motion überwiesen. Der Gemeinderat hat zwei Jahre Zeit, um den Vorstoss zu erfüllen.

Links: Originaldokument, Parlamentsunterlagen und -protokoll vom 04.12.2017 auf der Seite des Gemeindeparlaments unter www.koeniz.ch


Antrag

Der Gemeinderat wird aufgefordert, den Kinder- und Jugendbeitrag an Vereine von 35 Franken pro Person und Jahr auf mindestens 50 Franken pro Person und Jahr zu erhöhen.


Begründung

Viele Vereine stellen mit ihrem grossen freiwilligen Engagement ein attraktives und sinnvolles Freizeitangebot für alle Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten bereit. Gerade für Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen bieten diese Angebote der Vereine oft viel effizientere und für das Gemeindewesen kostengünstigere Unterstützung, als dies die Sozialarbeit der Gemeinde mit ihren eingeschränkten Ressourcen tun könnte.

Die Vereine haben aber im heutigen gesellschaftlichen Umfeld einen immer schwereren Stand. Es fehlt oft nicht an den Nutzern ihrer Angebote, vielmehr fehlt es an Leiterinnen und Leitern und teilweise an Material. Mit mehr und besser unterstützten Leitenden lässt sich die Integrationsarbeit der Vereine mit wenig Mitteln wirksam verstärken.

Die Gemeinde unterstützt bereits jetzt 46 Vereine resp. über 2600 Kinder und Jugendliche mit einem jährlichen Pro-Kopf-Beitrag von 35 Franken. Mit einer Erhöhung dieses Pro-Kopf-Beitrages um mindestens 15 Franken können die Vereine somit direkt und unbürokratisch unterstützt werden. Die Entschädigungen der Leiterinnen und Leiter können durch die Vereine erhöht und so die Leitung attraktiver gemacht werden. Auch können die Vereine dringend benötigtes Material direkt beschaffen.

Zusätzlicher Bedarf für die Erhöhung des Pro-Kopf-Beitrags entsteht durch die baldige Erhöhung der meisten Tarife für die Benutzung von Schul- und Sportanlagen. Den Einsparungen, die sich für die Gemeinde dadurch im Bereich der Objektsubventionierung (nicht kostendeckende Benutzungstarife) ergeben, soll eine erhöhte Unterstützung im Bereich der zielgenaueren Subjektsubventionierung (Pro-Kopf-Beitrag für Kinder und Jugendliche) entgegengestellt werden. Damit soll der Spielraum der Kinder- und Jugendvereine erhalten bzw. erweitert werden.

Sonntag, 1. September 2013 - 13:54 Uhr

Es geht um die Wurst – aber um welche?

Halten Sie es für angebracht, dass der Staat einem Tankstellenbetreiber vorschreibt, zu welchen Tageszeiten er welches Wurstsortiment verkaufen darf? Glauben Sie, dass eine solche Vorschrift entscheidenden Einfluss auf Konsum- und Arbeitswelt hat? Dies sind, etwas überspitzt dargestellt, zwei Fragen, mit der sich die Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger demnächst beschäftigen müssen. Ein weiteres Thema, über das dem Anschein nach ebenfalls bald ein Urnengang stattfindet, ist die völlige Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Diesen Eindruck gewinnt man jedenfalls in den letzten Wochen beim Betrachten der öffentlichen Plakatwände und zuweilen auch aus den Medien. Wer aber das Stimmcouvert öffnet und die Titelseite des roten Abstimmungsbüchleins liest, sucht vergebens nach Hinweisen auf Würste und Öffnungszeiten. Diese Ausgangslage mag für Verwirrung sorgen, mit einer strukturierten Analyse lassen sich die Zusammenhänge aber erschliessen:

Am 22. September wird in der Schweiz über eine Revision des Arbeitsgesetzes abgestimmt. Einzige Änderung ist ein neuer Abschnitt in Artikel 27:

Auf Autobahnraststätten und an Hauptverkehrswegen mit starkem Reiseverkehr dürfen in Tankstellenshops, deren Waren- und Dienstleistungsangebot in erster Linie auf die Bedürfnisse der Reisenden ausgerichtet ist, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sonntags und in der Nacht beschäftigt werden.

Publiziert in Eigener Blog